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Deutsche Nationalhymne
Die Melodie, die vor dem Gedicht entstand und die der Dichter bereits als Vertonung im Sinne hatte, wurde von Joseph Haydn 1797 für die österreichische Kaiserhymne "Gott erhalte Franz den Kaiser" komponiert.


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Europahymne



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Frankenlied
von Victor von Scheffel

1. Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt, muss rosten.
Den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Himmel kosten.
Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren.
Ich will zur schönen Sommerzeit ins Land der Franken fahren.
Valeri, valera, valeri, valera, ins Land der Franken fahren!

2. Der Wald steht grün, die Jagd geht gut, schwer ist das Korn geraten.
Sie können auf des Maines Flut die Schiffe kaum verladen.
Bald hebt sich auch das Herbsten an, die Kelter harrn des Weines
Der Winzer Schutzherr Kilian beschert uns etwas Feines.
Valeri, valera, valeri, valera, beschert uns etwas Feines.

3. Wallfahrer ziehen durch das Tal mit fliegenden Standarten
Hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottesgarten
Wie gerne wär' ich mitgewallt, ihr Pfarr' wollt mich nicht haben!
So muss ich seitwärts durch den Wald als räudig Schäflein traben.
Valeri, valera, valeri, valera, als räudig Schäflein traben.

4. Zum heil'gen Veit von Staffelstein komm ich empor gestiegen
Und seh' die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen.
Von Bamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel
Die breite stromdurchglänzte Au, ich wollt', mir wüchsen Flügel.
Valeri, valera, valeri, valera, ich wollt', mir wüchsen Flügel.

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Fichtelgebirgsliedlied

von Lehrer Isaak Eckardt
(geboren am 03. 03. 1845 in Schwarzenbach/Saale, verstorben am 06.06.1914 in Dettenheim) .

1. Kennst du die Berge in Deutschlands Herz,
gelagert rings im Kreise,
mit grünen Wäldern so reich bedeckt,
die Lüfte sie säuseln's leise.
Fichtelgebirge, sind sie genannt,
es ist mein liebes Heimatland
Fichtelgebirge, sind sie genannt,
es ist mein liebes Heimatland.

2. Kennst du die Flüsse, die hier ausgehn,
als Boten in alle vier Winde.
Zu laden alle, die draußen stehn,
kommt her, kommt zu mir geschwinde!
Die Saale, die Eger, die Naab und der Main,
ihr Ruf soll mir willkommen sein.
Die Saale, die Eger, die Naab und der Main,
ihr Ruf soll mir willkommen sein.

3. Fichtelgebirge, du schöner Wald,
du bist mir der liebste von allen.
In deinem Schatten am rauschenden Bach,
da kann es mir wohl gefallen.
Möcht' ich doch deine lieblichen Höh'n.
immer und immer wiedersehn!
Möcht' ich doch deine lieblichen Höh'n.
immer und immer wiedersehn!

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An der Saale hellem Strande

Text: Franz Kugler (1826) - Melodie: Friedrich Ernst Fesca (1822)

1. An der Saale hellem Strande
stehen Burgen stolz und kühn;
Ihre Dächer sind gefallen,
und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.

2. Zwar die Ritter sind verschwunden,
nimmer klingen Speer und Schild;
doch dem Wandersmann erscheinen
in den altbemoosten Steinen
oft Gestalten zart und mild.

3. Droben winken schöne Augen,
freundlich lacht manch roter Mund;
Wandrer schaut wohl in die Ferne,
schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.

4. Und der Wandrer zieht von dannen,
denn die Trennungsstunde ruft;
und er singet Abschiedslieder,
lebe wohl, tönt ihm hernieder,
Tücher wehen in der Luft.

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Geh aus mein Herz und suche Freud

Text: Paul Gerhardt - 1656, (1607 - 1676) - Melodie: August Harder 1775-1813

1. Geh aus mein Herz und suche Freud
In dieser lieben Sommerszeit
An deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier
Und siehe, wie sie mir und dir
Sich ausgeschmücket haben.

2. Die Bäume stehen voller Laub,
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünem Kleide;
Narzissen und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schöner an
Als Salomonis Seide.

3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,
Das Täublein fleucht aus seiner Kluft
Und macht sich in die Wälder;
Die hochbegabte Nachtigall
Ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder.

4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,
Der Storch baut und bewohnt sein Haus,
Das Schwälblein speist die Jungen;
Der schnelle Hirsch, das leichte Reh
Ist froh und kommt aus seiner Höh
Ins tiefe Gras gesprungen.

5. Ich selber kann und mag nicht ruhn,
Des großen Gottes großes Tun
Erweckt mir alle Sinnen.
Ich singe mit, wenn alles singt
Und lasse, was dem Höchsten klingt
Aus meinem Herzen rinnen.

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Wohl ist die Welt so groß und weit ... - Bozener Bergsteigerlied

Das Südtiroler Heimatlied "Wohl ist die Welt so groß und weit" wurde vom Margreider Karl Felderer
(1895 - 1989) an einem Maisonntag in Jahre 1926 am Rittner Horn geschrieben.

1. Wohl ist die Welt so groß und weit
Und voller Sonnenschein
Das allerschönste Stück davon
Ist doch die Heimat mein.
Dort wo aus schmaler Felsenkluft
Der Eisack springt heraus
Von Sigmunds Kron der Etsch entlang
Bis zur Salurner Klaus.
Hei di hei di hei da... Hei di hei di hei da...

2. Wo König Ortler seine Stirn
Hoch in die Lüfte reckt,
Bis zu des Haunolds Alpenreich,
Das tausend Blumen deckt.
Dort ist mein schönes Heimatland
Mit seinem schweren Leid,
Mit seinen stolzen Bergeshöh'n,
Mit seiner stolzen Freud.
Hei di hei di hei da... Hei di hei di hei da...

3. Im Frühling, wenn's im Tal entlang
Aus allen Knospen sprießt,
Wenn auf dem Schlern im Sonnenhang
Der Winterschnee zerfließt.
Da fühl ein eigen Sehnen ich
Und halt es nicht mehr aus,
Es ruft so laut die Heimat mich,
Ich wandre froh hinaus.
Hei di hei di hei da... Hei di hei di hei da...

4. Wenn in der Sommersonnwendnacht
Das Feuer still verglimmt,
Weiß jeder und das Herz ihm lacht:
Die Kletterzeit beginnt.
Von König Laurins Felsenburg,
So stolz und kühn gebaut,
Hab wohl von jeder Zinne
Oft die Heimat ich geschaut.
Hei di hei di hei da... Hei di hei di hei da...

5. Dann kommt mit seiner Herrlichkeit
Der Herbst ins Land herein
Und alle Keller füllen sich
Mit Heimatfeuerwein.
Man sitzt beim vollen Glase dann
Und singt ein frohes Lied,
Wenn in des Abends Dämmerschein
Der Rosengarten glüht.
Hei di hei di hei da... Hei di hei di hei da...

6. Das Jahr vergeht, die Zeit verrinnt
Und leise über Nacht
deckt's Heimatland In Berg und Tal
Des Winters weiße Pracht.
Zu einem kleinen Hüttlein
Führt die Spur von meinen Ski,
Und abends tönt vom Berg ins Tal
Ganz leis die Melodie.
Hei di hei di hei da... Hei di hei di hei da...

7. Drum auf und stoßt die Gläser an,
Es gilt der Heimat mein.
Die Berge hoch, das grüne Tal,
Mein Mädel und der Wein!
Und wenn dann einst, so leid mir's tut,
Mein Lebenslicht verlischt,
Freu ich mich, daß der Himmel auch
Schön wie die Heimat ist!

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